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Wilhelm-von-Oranien-Schule Dillenburg

Lernen in Vielfalt -
Leben in Verantwortung

Stolz aufs Sixpack

Sechsmal 1,0 bei der Abiturzeugnisfeier der WvO

Ein „Sixpack“ unter der Brust ist das Trainingsziel vieler Jungs, die in der Pubertät beginnen, ihren Körper im Fitnessstudio zu stählen. Aber bekanntlich sollte ja in jedem gesunden Körper auch ein wacher Geist stecken. Deshalb freute sich das Dillenburger Gymnasium, die Wilhelm-von-Oranien-Schule (WvO), letztens über ein besonderes „Sixpack“ kognitiver Leistungsfähigkeit: Bei der Abiturzeugnisfeier in den Räumlichkeiten der Freien ev. Gemeinde Dillenburg konnte Oberstudiendirektor Martin Hinterlang sechsmal die Traumnote 1,0 vermelden. Weitere Preise wurden vergeben und auch der neue Bürgermeister hatte eine Premiere.

130 Schülerinnen und Schüler erwarben die Allgemeine Hochschulreife, zwei den schulischen Teil der Fachhochschulreife. In seiner Begrüßungsrede resümierte Martin Hinterlang als Vorsitzender des Abiturprüfungsausschusses die Ergebnisse und lobte den Jahrgang für die beeindruckende Leistung: Mit einem Gesamtdurchschnitt von 2,28 wurde die Marke des letzten Jahres von 2,33 nochmal getoppt. Die Maximalleistung von 1,0 erbrachten drei Schülerinnen und drei Schüler:  Milo Haffer, Mia Leonie Landefeld, Ronja Röder, Charlotte Ilsabe Steinberg, Berend Warfsmann und Joscha Karl Wengenroth.

Schulleiter Hinterlang würdigte nicht nur die hervorragenden Ergebnisse, sondern dankte auch allen Eltern und Lehrkräften, die die Abiturienten auf dem Weg zu diesem Etappenziel des Lebens unterstützt haben. Er illustrierte am Bild des Vorwärtskommens bei Gegenwind und Rückenwind, dass der Weg zum Erfolg nicht immer ein leichter ist: „Rückenwind ist natürlich angenehmer und bringt uns vorwärts, aber im Gegenwind werden wir stärker und wachsen über uns hinaus.“

Die gemeinsame Kraftanstrengung auf dem Weg zum Ziel betonte auch Lucrezia Lucca, die als Vertreterin der Eltern sprach. Sie erinnerte daran, dass die Eltern immer nur das Beste für ihre Kinder wollen – sie sprach bewusst von „Kindern“, denn ihre Kinder würden sie ja schließlich auch als Erwachsene bleiben, so Lucca. Jetzt sei ein Abschnitt des Lebens geschafft, die Schule. Sie sei ein „Spielfeld“ in Vorbereitung auf das spätere Leben; hier könne man noch Fehler machen, ohne dass dies zu schlimmen Konsequenzen führe, aber auch Erfolge feiern lernen.

Ähnliche Gedanken zur Schule als Vorbereitung auf das Leben äußerte Maurice Bechtum, der das Wort für die Tutorinnen und Tutoren ergriff. Die Schule verhalte sich zum Leben wir das „Vorglühen“ zur eigentlichen Party. Daher sei es auch konsequent, dass niemand auf Dauer in der Schule bleiben solle, damit man die eigentliche Party nicht verpasse.

Die Abiturienten Henry Hinze und Felix Schiller ließen in ihrer Dialog-Ansprache die Oberstufenzeit des diesjährigen Jahrgangs Revue passieren und beleuchteten Höhen und Tiefen, selbstverständlich nicht ohne auch nochmal auf den nur knapp verlorenen Schulcup gegen das Nachbargymnasium einzugehen.

Mit Spannung erwartet wurde die Verleihung des diesjährigen WvO-Diamanten für besonderes schulisches Engagement. Eine Premiere hatte dabei Bürgermeister Friedrich Dehmer, der erstmals als Schirmherr des Preises ans Pult trat und die Laudatio auf Ella-Madleen Bodenhöfer und Amalia Richter hielt. Die beiden Preisträgerinnen wurden für ihre vielfältigen und Vielfalt fördernden Aktivitäten der letzten Jahre in der Schule und darüber hinaus ausgezeichnet. Die Kristalltrophäen und jeweils 100-Euro-Gutscheine überreichte der Vorsitzende des Fördervereins, Nico Hofeditz, der ebenfalls als Schirmherr den jährlichen Preis mit auslobt.

Weiterhin wurden von Schulleitungsmitglied Stefan Riemer für schulisches Engagement mit Buchgutscheinen ausgestattet: die Jahrgangssprecher Amelie Weiß, Julia Ernst und Khanh Paul Tran, die WvO-Organisatorinnen des Schulcups Emma Marie Jockel und wiederum Julia Ernst sowie die SV-Mitglieder Ismail Mansouri und Joscha Karl Wengenroth.

Den traditionellen Karl Wendel Preis der Firma Wendel Email, welcher das beste naturwissenschaftliche Abitur würdigt, überbrachte Geschäftsführer Klaus-Achim Wendel. Charlotte Ilsabe Steinberg erhielt ein Startkapital von 1.500 Euro für ihre weitere Karriere, Milo Haffer als Zweitplatzierter 750 Euro.

Für herausragende Einzelleistungen in den verschiedenen Fächern wurden von den Schulleitungsmitgliedern Kerstin Renkhoff und Markus Ketter geehrt: Gesina Maxime Klingelhöfer (Deutsch, Biologie), Joscha Karl Wengenroth (bestes Latinum), Tuana Kuloglu (Ethik), Felix Immel (Politik & Wirtschaft), Till Peter (Geographie), Jan Christopher Gerndt (Geschichte), Charlotte Ilsabe Steinberg (Physik, Informatik), Milo Haffer (Mathematik, Informatik), Hanna-Sophie Christ (Chemie), Mia Leonie Landefeld, Ronja Röder, Berend Warfsmann und Amelie Weiß (alle Biologie).

Musikalisch umrahmt wurde die Zeugnisfeier von den sehr virtuosen Liedbeiträgen der Abi-Band mit Elina Sophie Petri als Leadsängerin. Ein launiges Schlusswort sprach Schulleitungsmitglied Markus Hoffmann, der die Absolventen mit einer vermeintlichen Bildungslücke konfrontierte: Der Abiturjahrgang 2026 ist der einzige im hessischen Landesabitur, der Goethes „Faust“ nicht lesen musste. Dieser Fauxpas wurde vom Kultusministerium übrigens mittlerweile korrigiert – 2027 ist dieser Klassiker als Lektüre wieder im Abiturkanon drin.


Das „Sixpack“ mit 1,0: Milo Haffer, Charlotte Steinberg, Berend Warfsmann, Joscha Wengenroth, Ronja Röder, Mia Landefeld (von links), umrahmt von Schulleiter Martin Hinterlang (l.) und seiner Stellvertreterin Andrea Stühler (r.)


Der Diamant 2026 ging an Ella-Madleen Bodenhöfer (2.v.l.) und Amalia Richter (2.v.r.), verliehen von den Schirmherren des Preises, Bürgermeister Friedrich Dehmer (l.) und Fördervereinsvorsitzendem Nico Hofeditz.


Klaus-Achim Wendel (Mitte) verlieh den Karl Wendel Preis an die Top-Naturwissenschaftler Charlotte Steinberg und Milo Haffer.

 

 

  • 2026
  • copyright Text: Markus Hoffmann, WvO
  • copyright Foto: Lucrezia Lucca, Markus Hoffmann & Stefan Riemer, WvO