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Wilhelm-von-Oranien-Schule Dillenburg

Lernen in Vielfalt -
Leben in Verantwortung

Digitalisierung der „Wunschzettel zum Unterrichtseinsatz“

Vom PDF- zum Online-Formular

Nachdem das Projekt des letztjährigen Q4-Informatikkurses nur dem Schulleitungsteam zugutekam, soll nun das gesamte Kollegium vom Projekt des aktuellen Q4-Kurses profitieren: Die Einsatzwünsche für das kommende Schuljahr werden künftig nicht mehr in einem PDF-Formular abgefragt, sondern stattdessen über eine Webanwendung.

Im vergangenen Schuljahr 2024/25 hat der Q4-Informatikkurs ein Python-Programm entwickelt, welches die in PDF-Formularen eingereichten Einsatzwünsche der Lehrkräfte auswertet und für die Weiterarbeit in einem Tabellenkalkulationsprogramm aufbereitet. Dies ersparte dem Schulleitungs- und Stundenplanungsteam bereits viel Zeit, da zuvor die Übertragung aus den etwa 130 Formularen manuell erfolgte. Dennoch traten vereinzelt Schwierigkeiten auf: Das PDF-Formular ließ sich nur schwer an sich ändernde Gegebenheiten anpassen, das Ausfüllen und Absenden war nicht für alle einfach, die Auswertung von Dateien, die mit verschiedenen PDF-Programmen bearbeitet wurden, war zum Teil fehleranfällig.

Deshalb beschäftigte sich der Informatikgrundkurs von Dr. Sebastian Jakobi im Q4-Halbjahr des Schuljahres 2025/26 mit der Entwicklung einer Webanwendung mit Datenbankanbindung, die nun den alten „PDF-Wunschzettel“ und das Python-Programm ablösen wird. Die Vorteile dieses Ansatzes zielen auf die zuvor genannten Probleme ab: Das Webformular lässt sich leichter anpassen, ist einfacher auszufüllen und abzusenden als eine PDF-Datei, die Auswertung erfolgt auf einer einheitlichen Datenbasis, und das Ausgabeformat lässt sich flexibler gestalten. Weitere wichtige Merkmale des Projektes sind die Anmeldung per Single-Sign-On (die Authentifizierung der Lehrkräfte erfolgt über IServ – somit entfällt eine separate Anmeldung und Nutzerverwaltung) sowie die verschlüsselte Speicherung der eingegebenen Daten.

Zunächst befasste sich der gesamte Kurs mit dem Entwurf der zugrunde liegenden Datenbank, wobei Kenntnisse und Fähigkeiten aus dem Q2-Halbjahr angewandt, vertieft und erweitert wurden. Anschließend erfolgte die Entwicklung verschiedener Komponenten der Webanwendung in kleineren Teams: Anmeldung per Single Sign-On, Implementierung des Datenbankentwurfs mit SQL, Gestaltung des Web-Formulars mit HTML/CSS, Realisierung von Komfortfunktionen mit JavaScript, Datenaustausch zwischen Website und Datenbank mit PHP und SQL, Entwicklung von Algorithmen zur Auswertung, sichere Verschlüsselung der gespeicherten Daten. Auch hierbei fanden einige Unterrichtsthemen der Oberstufen-Informatik Anwendung – gleichzeitig haben alle Kursmitglieder (Schülerinnen, Schüler und Lehrer) auch etwas Neues gelernt.

Schließlich konnte dem Stundenplanungsteam eine fast fertige Version der Webanwendung präsentiert werden. Der „Kunde“ zeigte sich sehr zufrieden und hatte nur wenige Änderungswünsche, die nun noch eingearbeitet werden, bevor die Website kurz nach den Osterferien an den Start gehen kann.

Für die erfolgreiche Projektarbeit und angenehme Unterrichtszeit dankt Herr Jakobi seinem Informatikkurs: Esat Gökkaya, Milo Haffer, Alexander Kleemann, Finja Remmert, Colin Schluch, Joel Schneider und Charlotte Steinberg.



  • 2026
  • copyright Text: Dr. Sebastian Jacobi, WvO
  • copyright Foto: Dr. Sebastian Jacobi, WvO