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Wilhelm-von-Oranien-Schule Dillenburg

Lernen in Vielfalt -
Leben in Verantwortung

Von „Body Booster“ bis „Baba Yetu“

Fulminantes Schulkonzert der WvO kurz vor den Osterferien

Beim diesjährigen „Willi’s Mixtape“, dem Jahreskonzert der Wilhelm-von-Oranien-Schule (WvO), bot die Schule und ihr Kooperationspartner, die Wetzlarer Musikschule Lahn-Dill, ein facettenreiches und kurzweiliges Programm für das zahlreich erschienene Publikum auf. Im WvO-Forum zeigten die Schülerinnen und Schüler, was sie musikalisch draufhaben.

Los ging’s mit dem Startprofil „Amadeus“, dem musikalischen Wahlunterricht in den Jahrgangsstufen 5 und 6. Die beiden Lerngruppen zeigten in der Rhythmus-Performance „Body Booster“ ganzen Körpereinsatz, indem sie Brust, Arme, Beine und Hände als Schlaginstrumente und Resonanzkörper benutzten. Damit setzten die Kinder unter Leitung von Dr. Catharina Löffler und Nicolas Grebe gewissermaßen den Impulsschlag für das folgende Konzert.

Chöre

Zwei Vokalensembles waren im Programm vertreten, und zwar zum einen der Schulchor unter Leitung von Dr. Catharina Löffler und Jördis Tielsch. Die seit Schuljahresbeginn merklich gewachsene Formation gab „Can't Catch me Now“ aus „The Hunger Games“, Born this Way (Lady Gaga/Vega Choir) und zuletzt ein Quodlibet aus den Traditionals „Oh When the Saints“ und „Swing Low“ zum Besten, bei dem auch das Publikum mit einstimmen durfte. Das zweite vokale Highlight des Konzerts war der Lehrerchor unter Leitung von Jakob Tollerian, der mit dem Klassiker „Top of the World“ von den „Carpenters“ das Publikum ein wenig nostalgisch in den 70ern schwelgen ließ.

Solisten

Bei den solistischen Darbietungen überzeugte Max Pausch an der Gitarre durch seinen gefühlvollen Vortrag von „Caledonian Summer“ (Horst Großnick) und einem venezuelanischen Walzer von Antonio Lauro. Im zweiten Programmteil bot die Musikschule ihre beiden Querflötistinnen und Jugend-musiziert-Preisträgerinnen Hanna Braun und Sophia Rink auf, die mit „Country Duo“, „Latin Club“ und „Spain Swing“ von Krysztof Zgraja virtuos folkloristische Flötentöne einbrachten.

Den Streichernachwuchs betreut in der Wetzlarer Musikschule u.a. Diane Metzing, deren Violinklasse gemeinsam mit der WvO-Geigen-AG, die Metzing ebenfalls leitet, auftraten: Von Blues über Tango bis zu einem musikalischen Lob auf’s Radfahren („Riding my bike“  von Kathy & David Blackwell) war das Repertoire breit gefächert und bereitete insbesondere den Eltern der Nachwuchsstreicher im Auditorium sichtlich Freude.

Jazz

Nach der Pause eröffnete „Com’n’Jazz“ unter Leitung von Nico Grebe den zweiten Teil des Konzerts. Die Truppe hat demnächst einen kräftigen Aderlass an abgehenden Abiturienten zu verarbeiten, deshalb erlaubte der Bandleader ihnen, für „ihr“ Abschiedskonzert ein paar Stücke wünschen, und zwar „Red Baron“ von Billy Cobham, „Cold Duck Time“ von Eddie Harris und „Chameleon“ von Herbie Hancock. Selbstredend durfte auch WvO-Schlagzeug-Koryphäe Lukas Sosna hier in einem umfangreichen Solo nochmal alles geben, was die Trommeln so hergaben.

Bands

Der Großteil des Konzertabends gehörte den verschiedenen Bands:

Der Q2-Leistungskurs Musik unter Leitung von Nicolas Grebe spielte „No Time To Die“ von Billie Eilish – hier brillierte gesanglich das Quartett Hannah Schulz, Emily Schulz, Amina Müller und Nele Thomas – und „Seven Bridges Road“ von den „Eagles“. Der Q4-Musik-Grundkurs von Jakob Tollerian lieferte mit viel Manpower an den Instrumenten „Midnight Rendezvous“ (Casiopeia) ab. Die musikalische Leistung war ernst zu nehmen, aber dass einige Abiturienten noch in den Kostümen ihrer „Abi-Mottowoche“ auftraten, verlieh dem Auftritt eine leicht humoristische Note. Die Band „Dawn“ – Marc Brück, Samuel Dickel, Felix Thieme, Lukas Sosna – ist ebenfalls eine Formation aus dem Abiturjahrgang und brachte ihre Hardrock-Eigenkomposition „Never Walk Alone“ zu Gehör. Nicht ganz so heavy, aber ebenfalls gekonnt musizierte die Schulband „Never too Late“ (Ltg. Jakob Tollerian) mit Retro Hits, die alle mitsingen konnten: „Hold The Line“ (Toto), „Sweet Home Alabama“ (Lynyrd Skynyrd) und „⁠Eyes Without a Face“ (Billy Joel) sorgten für gute Stimmung in der Schlusskurve des Konzerts. Der Newcomer des Abends versteckte sich optisch ein wenig hinter den Drums der Schulband, aber klanglich fiel der Sechstklässler Simeon Dickel, der erst seit gut einem Jahr Schlagzeug spielt, durch seine souveräne Beherrschung des Instruments auf; hier steht der Nachwuchs für die Abi-Abgänger aus der Jazzband also schon bereit.

WvO at a Glance

Zum großen Finale kamen alle Musikanten nochmal gemeinsam auf die Bühne und beschlossen das Konzert mit dem Vaterunser auf Suaheli, „Baba Yetu“, was Christopher Tin ursprünglich zwar als Titelmelodie für ein PC-Spiel komponierte, mittlerweile aber von zahlreichen Chören weltweit gesungen wird und auch in den sozialen Medien viral gegangen ist. In der WvO-Darbietung gab Percussionist Lukas Sosna den Rhythmus vor und überzeugte im Solopart Erik Fritsch mit seiner warmen, einfühlsamen Stimme.

Kunstausstellung

Während der Pause und nach dem Konzert konnten sich die Gäste die im Forum aufgebaute Ausstellung des Kunst-Leistungskurses von Sascha Schulze anschauen, der bereits im Februar eine öffentliche Ausstellung in der Villa Grün zum Thema „Vielfalt der Kunst“ präsentiert hatte.

Ein großer Dank gilt den Schülerinnen und Schüler der Technik-AG, die für saubere Töne und stimmungsvolle Beleuchtung sorgten.

„Willi’s Mixtape“ war auch 2026 wieder eine tolle Bühne für den musikalischen Nachwuchs am Dillenburger Gymnasium, der nicht nur die zahlreich erschienenen Eltern, sondern auch manche fachkundigen Gäste von nah und fern überzeugte.

  • 2026
  • copyright Text: Markus Hoffmann, WvO
  • copyright Foto: Markus Hoffmann, WvO